Einreise in die USA

Zoll- und Einreisebestimmungen, ESTA und VISA Waiver

 

USA Einreise und FLORIDA-Trip ohne Stress

Gründe für einen Besuch der USA gibt es viele. Von alpin über mediterran bis tropisch ist jede Klimazone vertreten und jede bietet dem Besucher unzählige touristische Highlights landschaftlicher, kultureller und sportlicher Art.
Der für uns Deutsche derzeit recht günstige Dollarkurs lässt auch den Einkaufstourismus wieder boomen, da gerade in der Vorweihnachtszeit viele eine Kurzreise planen, mit der sie dem Alltagstrott entkommen wollen und gleichzeitig günstig ein Weihnachtsschnäppchen zu erwerben hoffen.


Eine Einreise als Tourist, ist relativ unkompliziert und auch kurzfristig zu erlangen, vor allem, wenn man als EU-Bürger das vereinfachte Online-Verfahren zur Visafreien Einreise – Visa Waiver Program VWP nutzt. Hier braucht vor Beginn der Reise lediglich eine gebührenpflichtige, so genannte ESTA-Genehmigung des US-Heimatschutzministeriums eingeholt zu werden. Der ESTA-Antrag kann online über ein Formular erfolgen.

In den meisten Fällen erfolgt die Bestätigung innerhalb von Minuten. Die ESTA-Genehmigung wird bei den Grenzübergängen und anderen Stellen elektronisch gespeichert und ist für 2 Jahre gültig. Sie berechtigt zu einem Aufenthalt von maximal 3 Monaten pro Einreise in die Vereinigten Staaten (USA).
Die ESTA Anmeldung sollten Sie nur auf der original DHS.gov-Website machen - The Official website of the Department of Homeland Security. Es gibt eine Gebühr in Übereinstimmung mit dem U.S.-Gesetz zur Förderung von Reisen in die USA 2009 (Travel Promotion Act of 2009). Das US-Heimatschutzministerium hat die Einführung einer ESTA-Gebühr in Höhe von 14 US-$ beschlossen. Reisende aus den Ländern, die am Visa Waiver Programm teilnehmen, müssen ab dem 08. September 2010 diese Gebühr für den ESTA-Antrag entrichten. Die Gebühr wird nicht pro Einreise, sondern pro ESTA-Antrag erhoben. Bei anderen sogenannten Service-Seiten fallen weitere, unnötige Gebühren und Bearbeitungskosten an! Genaueres erfährt man über folgenden Link, der auch der Antragstellung dient und in deutscher Sprache verfügbar ist:
https://esta.cbp.dhs.gov/esta/
Die Hilfestellung erfolgt zwar in deutsch, ist aber nicht immer allgemein verständlich. Larissa Meineker hat im Rahmen eines Praktikum mit einer Infografik das ESTA-Formular hervorragend erklärt.

Auf jeden Fall benötigt man einen gültigen Reisepass, eine akzeptierte Kreditkarte (MasterCard, VISA, American Express, JCB, Diners Club) und muss den Fragenkatalog ausfüllen. Auch wenn dem Erstausfüller die eine oder andere dieser Fragen wie ein good old american joke vorkommen mögen, sollte man sie doch gewissenhaft und wahrheitsgemäß beantworten.

Wem das Ausfüllen der ca. 6 umfangreichen Seiten zu umständlich ist oder zu lange dauert, kann diese Prozedur auch von einem erfahrenen Dienstleister durchführen lassen. Gegen einen geringen Aufpreis können Sie bei E-Visums Ihren ESTA Antrag bestellen, Ihre wichtigsten persönlichen Daten sowie die Reisedaten müssen Sie aber auch hier bereithalten. Der Service von E-Visums.de ist komplett in deutscher Sprache und erleichtert so das Verstehen und Ausfüllen des Fragebogens. Außerdem stehen mehrere Bezahlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die Bezahlung ohne Kreditkarte ist damit kein Problem mehr.

Bei der Einreise in die USA gelten einige Besonderheiten, die man beachten sollte, um sich unangenehme Erfahrungen mit dem Zoll zu ersparen. So darf man zollfrei außer der persönlichen Reiseausrüstung (Kleidung, Kamera etc.) pro Person 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 2 kg Tabak, 1 Liter Alkohol (Erwachsene mind. 21 Jahre alt), sowie Geschenke im Wert bis zu $ 100 mitbringen.

Wichtig: Tierische und pflanzliche Frischprodukte (Obst, Wurst, Gemüse) dürfen nicht eingeführt werden, Reiseproviant sollte also komplett aufgegessen werden oder die Reste im Flugzeug verbleiben. Zur Durchsetzung dieser Regeln sind auf den Flughäfen oft auch Hunde im Einsatz, die solche Produkte recht effektiv erschnüffeln können. Wurstbrot, Apfel, Orange und Milch werden da ohne Ausnahme konfisziert. Erlaubt sind dagegen Gebäck, Käse und Süßigkeiten (keine Schnapspralinen!).

Shopping Touristen sollten daran denken, dass in den USA die Sale Tax, vergleichbar mit der deutschen MWSt., die in den einzelnen Bundesstaaten übrigens unterschiedlich hoch ist (oder sogar entfallen kann, wie in Delaware), erst an der Kasse ausgewiesen wird und daher zumindest gedanklich vorher mit eingerechnet werden sollte, damit der Shoppingspaß ungetrübt bleibt. Die Florida Sales Tax beträgt zur Zeit 6%.

In New York zum Beispiel bieten die großen Kaufhäuser wie Macy's und Bloomingdale's ausländischen Kunden zudem Rabattkarten an, mit denen man beim Einkauf 10 bis 15 Prozent Ermäßigung erhält. Ein Besuch im Visitor Center und das Vorzeigen des Ausweises reichen, um die Rabattkarte zu bekommen. Fragen kostet hier nichts.
Nicht ganz außer Acht bleiben sollte bei aller Kauflust aber auch der Gedanke an die Zollbestimmungen bei der Heimreise. Wer teure Wertgegenstände mit sich führt darf nicht vergessen, dass die Beweislast, diese nicht erst in den USA gekauft zu haben beim Reisenden liegt, man ist gut beraten, hier entsprechende Quittungen mitzuführen.

Die Freimenge beträgt 430,00 EUR pro Person, sie ist nicht zusammenlegbar, unter 15 Jahren nur 150,00 EUR, was darüber liegt wird mit 17,5% Pauschal versteuert. Für Textilien über 1.500 Euro benötigt man, auch für den Privatgebrauch, eine vorherige Einfuhrgenehmigung. Wer spezielle Anschaffungen plant, informiert sich hier besser auf den entsprechenden Seiten der Zollbehörden.

Beachtet man diese Tipps, steht einer erholsamen Reise ohne Komplikationen eigentlich nichts mehr im Wege.
Text: isberg17